Kulturfinanzierung 2022

Die Finanzierung der Kulturförderung des Kantons Zürich soll ab 2022 vereinfacht und transparent gestaltet werden.

Mit dem Beschluss 5125 vom Herbst 2014 hat das Parlament die Finanzierung der Kulturförderung im Kanton Zürich neu geregelt: für die Periode von 2017 bis 2021 werden sämtliche Mittel für Betriebsbeiträge, Projektbeiträge, Werkbeiträge und Auszeichnungen aus dem Lotteriefonds des Kantons Zürich finanziert. Ausgenommen von dieser Regelung sind das Opernhaus Zürich, dessen Betriebsbeitrag gesetzlich verankert ist, sowie das Theater Kanton Zürich, das seinen jährlichen Betriebsbeitrag auf der Basis eines Rahmenkredits, den der Kantonsrat jeweils für sechs Jahre bewilligt, erhält. 

Sichere Finanzierungsgrundlage
Angesichts der Befristung der zugesprochenen Mittel forderten mehrere politische Vorstösse den Regierungsrat auf, die Finanzierung der Kulturförderung ab 2022 auf eine neue, sichere Grundlage zu stellen. Bei dieser Neuordnung stehen die folgenden drei Ziele im Zentrum:

  • Sicherung der Kulturförderung – Erhalt des
    Bestehenden und Offenheit für Neues
  • Vereinfachung der Zuständigkeit und Kompetenzen
  • Transparenz der Finanzierungsquellen 

Zur Klärung der Frage, wie die Finanzierung der Kulturförderung ab 2022 ausgestaltet und organisiert werden soll, hat Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Direktion der Justiz und des Innern, beim Institut für Systemisches Management und Public Governance der Universität St.Gallen eine Studie in Auftrag gegeben. Ziel der Studie ist es, die Entwicklung der Finanzierung der Kulturförderung im Kanton Zürich in den letzten rund 20 Jahren darzustellen und Szenarien für die Finanzierung der Kulturförderung nach 2022 zu skizzieren. 

Transparenz bei der Kulturfinanzierung
Die Studie entwirft drei Szenarien zu einer möglichen Neuordnung der Finanzierung der Kulturförderung im Kanton Zürich. Nach sorgfältiger Evaluierung favorisiert die Fachstelle Kultur das Szenario "Kulturfonds", das die Kriterien für ein transparentes Finanzierungsmodell am besten erfüllt und die Kulturfinanzierung auch langfristig sichert. Das Szenario schlägt vor, jährlich 25% der Lotteriefonds-Einnahmen in einen Kulturfonds zu übertragen, aus dem die gesamte Projektförderung, Betriebsbeiträge unter CHF 200'000 und Investitionen im Kulturbereich unter CHF 500'000 finanziert werden. Die Mittel für die Betriebsbeiträge über CHF 200'000 sollen ab 2022 ebenso wie die gesetzlich festgeschriebenen Beiträge an Opernhaus und Theater Kanton Zürich aus dem Staatshaushalt bereitgestellt werden. Investitionen über CHF 500'000 werden wie bisher aus dem allgemeinen Lotteriefonds finanziert.

 

Medienkonferenz vom 29. März 2017 im sogar theater Zürich

Start / Stop Ton aus / ein Zurück