Einfache und transparente Kulturfinanzierung für den Kanton Zürich

29.03.2017 - Medienmitteilung,Medienkonferenz (Video)

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Die Finanzierung der Kulturförderung des Kantons Zürich soll vereinfacht und transparent gestaltet werden. Gestützt auf eine Studie der Universität St. Gallen legt Regierungsrätin Jacqueline Fehr entsprechende Szenarien vor. Im Vordergrund steht ein Kulturfonds, der aus Lotteriefondsmitteln gespeist ist.

Die Förderung der Kultur ist eine zentrale, in der Zürcher Verfassung festgeschriebene Aufgabe des Staates. Ein vielfältiges und qualitativ hochstehendes Kulturangebot stärkt direkt die Attraktivität des Kantons Zürich als Innovations-, Arbeits- und Wohnort. Es ist darum ein wichtiges Anliegen des Regierungsrates, eine langfristige und verbindliche Finanzierung der Kulturförderung zu gewährleisten.

Sichere Finanzierungsgrundlage angestrebt

Mehrere politische Vorstösse der jüngeren Vergangenheit fordern den Regierungsrat auf, die Finanzierung der Kulturförderung auf eine neue, sichere Grundlage zu stellen. Dazu kommt, dass eine teilweise Finanzierung der Kulturförderung aus Mitteln des Lotteriefonds Ende 2021 ausläuft.

Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern, beauftragte die Universität St. Gallen, in einer Studie entsprechende Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten. Die Kulturministerin hat am Mittwoch zusammen mit Studienautor Kuno Schedler, Leiter des Instituts für Systemisches Management und Public Governance der Universität St. Gallen, die Resultate der Studie an einer Medienkonferenz vorgestellt. Dabei betonte Jacqueline Fehr, dass eine sichere Finanzierung der Kulturförderung die Voraussetzung ist, damit Zürich als Standort für Menschen mit Ideen, Mut und Leidenschaft attraktiv bleibt.

Die Analyse zeigt, dass die über die Jahre organisch gewachsene Zürcher Kulturförderung heute komplexe Strukturen aufweist. Zudem führen Investitionsentscheide dazu, dass die für die Kulturförderung gesprochenen Mittel von Jahr zu Jahr erheblich schwanken.

Die Studie kommt weiter zum Schluss, dass der Kanton Zürich pro Jahr 131,25 Millionen Franken bereitstellen muss, wenn er die Kulturförderung auf dem heutigen Niveau halten will. Die Studie skizziert verschiedene Wege, wie die Finanzierung der Kulturförderung im Kanton Zürich mittelfristig gesichert werden kann.

Mehr Transparenz bei der Kulturfinanzierung

Madeleine Herzog, die Leiterin der kantonalen Fachstelle Kultur, sprach sich an der Medienkonferenz für die von der Studie vorgeschlagene Schaffung eines Kulturfonds aus. Die Studie schlägt vor, dem Fonds 25 Prozent der Erträge des Lotteriefonds zuzuweisen. Die Fondslösung hätte laut Herzog den Vorteil, dass die Mittelflüsse und die Zuständigkeiten bei der Kulturförderung klarer und langfristig sicherer würden. Zudem ermögliche die Fondslösung mehr Transparenz.

Die Direktion der Justiz und des Innern lässt die Erkenntnisse aus der Studie zur Kulturfinanzierung in die Vernehmlassung zum neu geplanten Lotterie- und Sportfondsgesetz einfliessen  

(Medienmitteilung der Direktion der Justiz und des Innern)

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