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Fachstelle Kultur Kanton Zürich


Beiträge an regionale Kulturinstitutionen / Neue Regelung für Beiträge an die Gemeinden

Der Kanton Zürich kann künftig verstärkt regionale kulturelle Institutionen ausserhalb der Städte Zürich und Winterthur mit Betriebsbeiträgen unterstützen. In den Genuss dieser Fördermittel kommen beispielsweise Kulturzentren und Festivals mit zumindest regionaler Ausstrahlung. Die Neuerungen in der kantonalen Kulturförderung betreffen jedoch auch die finanzielle Unterstützung von Kulturprogrammen in den Gemeinden.

Ein Teil der zur Verfügung stehenden Mittel geht an herausragende kulturelle Institutionen mit gesamtkantonaler oder überkantonaler Bedeutung – solche Beiträge erhalten beispielsweise das Zürcher Theater Spektakel und die Zürcher Festspiele.


Einen anderen Teil will der Regierungsrat Kulturinstitutionen mit regionaler Bedeutung zukommen lassen, die zum Erhalt und der Belebung der breiten Vielfalt des kulturellen Lebens ausserhalb der Städte Zürich und Winterthur beitragen. Um einen Betriebsbeitrag zu beantragen, müssen die Kulturinstitutionen eine Reihe von Kriterien erfüllen. So müssen beispielsweise mindestens dreissig Veranstaltungen pro Beitragsperiode durchgeführt werden, die Institution muss professionell geführt und lokal verankert sein sowie eine hohe Kontinuität aufweisen. Wie der Regierungsrat in seinen Legislaturzielen 2007-2011 festhielt, soll das regionale Kulturschaffen vermehrt gestärkt werden. Diesem Ziel trägt die Regelung nun Rechnung. Sie hat zur Folge, dass vorerst keine solchen Gesuche aus den Zentrumsstädten Zürich und Winterthur entgegen genommen werden.


Die Neuerungen in der kantonalen Kulturförderung betreffen jedoch auch die Gemeinden, respektive deren eigene Kulturprogramme. Pro Gemeinde kann neu nur noch ein Gesuch pro Beitragsperiode eingereicht werden, es müssen mindestens acht Veranstaltungen pro Beitragsperiode stattfinden und sie müssen zu einem Saison- oder Jahresprogramm gebündelt werden. Gesuche für einzelne Veranstaltungen werden künftig nicht mehr entgegen genommen. Gleichzeitig werden nicht mehr nur finanzschwache Gemeinden berücksichtigt. Der Finanzkraft der Gemeinden wird zwar weiterhin Rechnung getragen, in Abweichung zum bisherigen Verfahren, wird sie jedoch weniger stark gewichtet. Stärker berücksichtigt werden hingegen das kulturelle Engagement der Gemeinden und die Qualität und Vielfalt des Kulturangebots. Neu können auch finanzstarke und kulturell initiative Gemeinden kantonale Beiträge erhalten, wenn sie die entsprechenden Kriterien erfüllen.

 
Der Regierungsrat sieht vor, dass auch Beiträge auf Grund von interkantonalen Empfehlungen und Beiträge an Vereine und Verbände aus diesen Mitteln getätigt werden können, sofern sie definierte Kriterien erfüllen.

 

Umsetzung eines Kantonsratsbeschlusses
Der Kantonsrat hatte am 25. August 2008 beschlossen, jährlich wiederkehrende Mittel in der Höhe von 5 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds für die Zusprechung von Betriebsbeiträgen zu Gunsten ausgewählter Kulturinstitutionen zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hatte am 13. Januar 2010 die Kriterien definiert, welche die Kulturinstitutionen dafür zu erfüllen haben. In der Zwischenzeit hat die mit der Gesuchsbearbeitung befasste Fachstelle Kultur die Handhabe ausgearbeitet und die entsprechenden Informationen für potenzielle Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller im Internet publiziert.

Tätigkeitsbericht 2009

Der Tätigkeitsbericht 2009 der Fachstelle Kultur beschreibt im Überblick wie auch mit detaillierten Auflistungen den Einsatzbereich der Fachstelle Kultur. Für das diesjährige Porträt wurde das Fotomuseum Winterthur eingeladen, sich vorzustellen. Die zwölf vorherigen Tätigkeitsberichte sind weiterhin verfügbar und es kann auch eine gedruckte Version des Berichts über ein Online-Formular bestellt werden.

Kulturpreis an Daniel Schwartz

Auf Vorschlag der kantonalen Kulturförderungskommission hat der Regierungsrat den Fotografen und Autoren Daniel Schwartz mit dem Kulturpreis 2010 ausgezeichnet.


Der mit 50'000 Franken dotierte Kulturpreis zeichnet das herausragende künstlerische Werk oder die Vermittlungstätigkeit einer Persönlichkeit oder Gruppe aus.
Der 1955 in Olten geborene Fotograf und Autor Daniel Schwartz ist weltweit tätig als freier Fotograf. Er ist Künstler und Reporter zugleich. Im Bild gelingt ihm ein Doppeltes: Er hält das Besondere fest und macht daran zugleich – im Medium der Abstraktion, der ästhetischen Reduktion, der kühnen Nüchternheit – das Allgemeingültige sichtbar. Er war der erste Ausländer, der 1987 der Grossen Mauer Chinas in ihrer vollen Länge folgte und dabei die «Idee» des Monuments in eindringlichen Aufnahmen rekonstruierte. In dem zur gleichnamigen Ausstellung (2009 im Helmhaus Zürich) erschienenen Band «Travelling through the Eye of History» hat er die fotografische Ernte seiner Reisen nach Zentralasien in den letzten vierzehn Jahren dokumentiert. Die Zürcher Ausstellung wird 2011 in Berlin gezeigt. Mit dem Kulturpreis soll das fotografische Schaffen von Daniel Schwartz ausgezeichnet werden.
Der Kulturpreis wurde Daniel Schwartz durch Regierungsrat Dr. Markus Notter, Vorsteher der Direktion der Justiz und des Innern, am 19. Mai 2010 in der Aula Hirschengraben in Zürich überreicht. Die Laudatio hielt Dr. Dieter Bachmann.

Datei : Grusswort_KulturPreis_10.pdf Grösse: 11 KB Kulturpreis 2010: Grusswort von Regierungsrat Dr. Markus Notter (11 KB)
Datei : Laudatio_Bachmann_Schwartz.pdf Grösse: 153 KB Kulturpreis 2010: Laudatio von Dr. Dieter Bachmann (153 KB)

Förderpreis an Zimmermann & de Perrot

Auf Vorschlag der kantonalen Kulturförderungskommission hat der Regierungsrat entschieden, das Duo Zimmermann & de Perrot mit dem Förderpreis 2010 im Bereich Musik, Tanz und Theater auszuzeichnen.


Der mit 40'000 Franken dotierte Förderpreis wird als zukunftsgerichtete Auszeichnung an Kulturschaffende aus den Bereichen Musik, Theater und Tanz vergeben.
Seit mehr als zehn Jahren bewegen sich Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot mit ihrer Arbeit virtuos jenseits der gängigen Kunstbegriffe. Gemeinsam formen sie mit Musik, Tanz, Theater, Zirkus und bildender Kunst ein aussergewöhnliches Werk. Ihre Stücke werden international auf den bedeutendsten Bühnen und Festivals mit grossem Erfolg gefeiert. Sie sind eine der meist tourenden freien Theatergruppen Europas und werden in der internationalen Presse immer wieder als wegweisende Künstler einer neuen Theatergeneration betrachtet.
Der Förderpreis des Kantons Zürich soll „Zimmermann & de Perrot“ darin bekräftigen, ihren Mikrokosmos scharfsichtig und scharfsinnig weiter zu erforschen, damit ihre nächsten Produktionen auf grossen und kleinen Bühnen allerorts ein staunendes Publikum finden können.

Eingabetermine

Die Gesuchseingaben für Produktions- und Werkbeiträge sowie Bewerbungen für Atelieraufenthalte sind an verbindliche Eingabetermine gebunden. Die Termine für das Jahr 2010 sind in einer Übersichtstabelle einsehbar.
Datei : Eingabetermine_2010.pdf Grösse: 43 KB Eingabetermine 2010 (43 KB)

Daniel Schwartz,

Kulturpreisträger 2010

(Foto: Caroline Minjolle)

 
© 2010 Fachstelle Kultur Kanton Zürich | aktualisiert am 15.07.2010